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7.8.26
Iran stellt neue Bedingungen für Öffnung der Strasse von Hormus
Der Streit um die Strasse von Hormus geht in die nächste Runde. So will der Iran nun offenbar Schiffen aus den USA und Israel die Durchfahrt komplett verbieten und von als feindlich eingestuften Staaten Entschädigungszahlungen von bis zu 20% des Frachtwerts für die Passage verlangen. Dies berichteten iranischen Staatsmedien unter Berufung auf den Vertrag zwischen Iran und Oman.
Die Vereinbarung galt zuletzt als entscheidend für die Aussicht auf eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus und die Wiederaufnahme der Energieexporte, die seit Februar massiv eingeschränkt sind. Jedoch: Das dürfte in Washington kaum auf Zustimmung stossen. Marktexperte Thomas Warrick, Senior Fellow beim Atlantic Council fürchtet: Anstatt Zugeständnisse zu machen, erhöhen beide Seiten ihre Forderungen.
Tatsächlich ist es schwer vorstellbar, dass Washington eine solche Regelung einfach abnickt. Nach Monaten, in denen Donald Trump betont hatte, die US-Streitkräfte hätten Iran praktisch besiegt, wäre ein Entgegenkommen innenpolitisch schwer vermittelbar zumal im November wichtige Zwischenwahlen stattfinden, bei denen über die Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses entschieden wird.
Dennoch haben Vertreter der USA und Irans in den vergangenen Tagen mehrfach angedeutet, dass eine Einigung über die Zukunft der Strasse von Hormus näher rückt. Trump, der zuletzt von seinen Drohungen neuer Militärschläge gegen Iran abgerückt war, erklärte am Donnerstag, die USA seien an Verhandlungen beteiligt. Ob bereits eine Vereinbarung erzielt worden sei, liess er jedoch wie so oft offen.
Unklar bleibt auch, wie genau Iran sein gefordertes Verbot für amerikanische und israelische Schiffe auslegen würde. Weltweit verkehren nur wenige Handelsschiffe unter US-amerikanischer oder israelischer Flagge und seit Beginn des Krieges haben ohnehin nur wenige dieser Schiffe den Persischen Golf angelaufen oder verlassen. Vorstellbar ist aber auch, dass auch Reedereien mit US-amerikanischen oder israelischen Eigentümern beziehungsweise Investoren als mit diesen Ländern verbunden eingestuft werden.
Die USA bestehen unterdessen weiterhin auf einer freien Durchfahrt durch die Strasse von Hormus und fordern im Grundsatz eine Rückkehr zum Zustand vor dem Krieg. Vorübergehende Routen durch die Meerenge würden weder Genehmigungen noch Zulassungen, Mautgebühren oder Abgaben unterliegen, erklärte ein US-Beamter am Donnerstag als Reaktion auf die Berichte über die jüngsten Vorschläge Teherans.
07.08.26
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